Übergewichtsmedizin

Übergewicht belastet nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern beeinflusst auch die Gesundheit des Verdauungstrakts massgeblich. Es kann zu Problemen wie Fettleber, Reflux, Gallensteinen oder Darmstörungen führen. In unserer Praxis betrachten wir Übergewicht ganzheitlich: Wir klären die Ursachen, beraten Sie zu nachhaltigen Veränderungen im Lebensstil und unterstützen Sie mit individuellen Therapiekonzepten. Gemeinsam arbeiten wir daran, Ihre Gesundheit zu verbessern und langfristig Ihr Wohlbefinden zu steigern.

Adipositas (Fettleibigkeit) ist seit vielen Jahren ein wachsendes Gesundheitsproblem. In der Schweiz sind viele Menschen von Übergewicht betroffen – oft mit Folgen für Herz, Kreislauf, Gelenke und Psyche. Besonders das Bauchfett spielt eine grosse Rolle, da es Entzündungen im Körper fördert und das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht.

Viele Betroffene geraten in einen Teufelskreis: Durch das höhere Gewicht fällt Bewegung schwerer, die Muskelmasse nimmt ab, der Grundumsatz sinkt – und trotz Bemühungen steigt das Gewicht weiter. Hinzu kommen häufig psychische Belastungen und ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten.

Wir arbeiten deshalb eng mit Spezialisten für Übergewichtsmedizin zusammen. Im Mittelpunkt stehen immer zuerst konservative Therapien: eine angepasste Ernährung, mehr körperliche Aktivität und – wenn nötig – unterstützende Medikamente.

Wenn diese Massnahmen nicht ausreichen oder das Gewicht später wieder zunimmt, können chirurgische Eingriffe wie ein Magenbypass oder ein Schlauchmagen sinnvoll sein. Auch endoskopische Verfahren wie ein Magenballon oder die Verengung einer erweiterten Nahtstelle nach einer Operation (TORe) sind mögliche Optionen.

Nach einer Operation ist eine gute Nachsorge besonders wichtig. Gemeinsam mit bariatrischen Chirurgen, Ernährungsberatern und Ärzten für Übergewichtsmedizin begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten langfristig. Mit endoskopischen Untersuchungen können wir Komplikationen erkennen und behandeln – zum Beispiel Engstellen, Fisteln oder Nahtprobleme. Auch zu weiten Anastomosen nach bariatrischen Eingriffen können zu einer sekundären Gewichtszunahme führen und lassen sich durch verschiedene endoskopische Verfahren behandeln. (TORe, Sklerosierung) Regelmässige Nachkontrollen helfen dabei, erneute Gewichtszunahmen früh zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.

Seit der Gründung unseres Magen-Darm-Zentrums im Jahr 2006 betreuen wir Menschen mit Adipositas umfassend – vor, während und nach ihrer Behandlung.